Unsere Positionen

Die SP Frauen Kanton Luzern setzen sich für eine feministische und solidarische Gesellschaft ein. Im Zentrum unserer Politik stehen Gleichstellung, Empowerment und die strukturelle Beseitigung von Diskriminierung.

Intersektionale Gleichstellungspolitik

Eine intersektionale und queerfeministische Gleichstellungspolitik berücksichtigt unterschiedliche Lebensrealitäten und setzt sich gegen Diskriminierung in all ihren Formen ein – etwa aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Herkunft, race, Alter, sozialer und wirtschaftlicher Situation oder Behinderung. Diese Ungleichheiten hängen zusammen und verstärken sich oft gegenseitig. Deshalb müssen sie gemeinsam gedacht und bekämpft werden. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte, Chancen und Möglichkeiten zur Teilhabe haben.

Gleichstellung konsequent umsetzen

Wir setzen uns für gleiche Rechte, Chancengerechtigkeit und den Abbau struktureller Benachteiligungen in allen Lebensbereichen ein. Dazu gehören wirksame Massnahmen gegen Lohndiskriminierung und mehr Transparenz ebenso wie die Anerkennung und faire Verteilung von bezahlter und unbezahlter Sorge-Arbeit. Gleichstellungspolitik muss umfassend ansetzen und gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Ungleichheiten nachhaltig abbauen.

Empowerment und politische Teilhabe

FINTA*-Personen (Frauen, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans* und agender Personen) sind in Entscheidungspositionen weiterhin untervertreten. Wir setzen uns innerhalb und ausserhalb der Partei für strukturelle Verbesserungen und Vernetzung ein, die den Zugang zu politischen Ämtern und Führungsfunktionen erleichtern. Ziel ist eine gleichberechtigte Mitbestimmung auf allen Ebenen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Bildung und Sensibilisierung zu feministischen Themen. Empowerment bedeutet für uns, Barrieren abzubauen und Räume für aktive Teilhabe zu schaffen.

Schutz vor Gewalt und Diskriminierung

Gewalt gegen Frauen und marginalisierte Personen ist ein strukturelles Problem. Es braucht ausreichend finanzierte Schutzangebote, eine wirksame Prävention sowie einen konsequenten Opferschutz. Gleichzeitig müssen gesellschaftliche Ursachen von Gewalt stärker in den Fokus rücken und nachhaltig bekämpft werden. Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben frei von Gewalt und Diskriminierung.

Vereinbarkeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit

Die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Familie und gesellschaftlichem Engagement ist eine zentrale Voraussetzung für Gleichstellung. Dafür braucht es ein flächendeckendes Angebot an bezahlbarer Kinderbetreuung, den Ausbau von Tagesschulen sowie zeitgemässe Elternzeitmodelle. Frauen sind überdurchschnittlich von prekären Arbeitsverhältnissen und Altersarmut betroffen. Wir setzen uns für faire Löhne, die Aufwertung systemrelevanter Berufe und eine existenzsichernde Altersvorsorge ein – als Grundlage für wirtschaftliche Unabhängigkeit.

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